Historie
Kaffee aus Guatemala – 25 Jahre MOCINO Café
Alles begann 1996.
Eine Gruppe von Campesinos kämpfte um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen auf der Kaffeefinca eines Großgrundbesitzers in Guatemala, in der Provinz San Marcos. Es ging ihnen um den Erhalt des gesetzlichen Mindestlohnes (von damals ca. USD 2,– pro Tag), um Material zur Abdichtung ihrer bescheidenen Hütten als Schutz vor den Wassermassen in der Regenzeit und um die Wiederherstellung der Stromversorgung. Diese Grundrechte wurden ihnen verweigert. Sie besetzten die Finca, auf welcher viele der Familien der Campesinos unter ärmlichen Bedingungen teilweise schon seit Generationen lebten.
Die Familien wurden vom Großgrundbesitzer mit Hilfe des Militärs gezwungen, die Finca zu verlassen. Dies geschah in den beiden letzten Jahren des mehr als 30 Jahre währenden Bürgerkrieges in Guatemala, in den Jahren 1995 und 1996.


Vom staatlichen guatemaltekischen Landfonds erhielten die Familien im Jahre 1998 eine brachliegende Kaffeefinca, um diese zu bewirtschaften. Den dafür notwendigen Kredit des Landfonds konnten die Familien allerdings angesichts ihrer geringen Einkünften jedoch nicht zurückzahlen. Erst im Jahr 2020 ergab sich die Möglichkeit mit finanzieller Unterstützung von ProGua e.V. das Land endgültig und schuldenfrei übertragen zu bekommen.
Campesinos
Die Campesinos wussten zwar, wie man einen hochwertigen, exzellenten Rohkaffee produziert, doch einen fairen Preis für ihre besonderen Produkte erhielten sie nicht.
Im Dezember 1998 versprach Rolf Nagel, nach Wegen zu suchen, um ihre prekäre Situation zumindest teilweise zu verbessern.
Nach vielen Vorarbeiten (wir mussten uns mit den Besonderheiten des deutschen Kaffeemarktes vertraut machen, es musste ein Konzept für die Vermarktung erarbeitet werden, wir brauchten eine schöne Verpackung, wir realisierten direkt einen Internetauftritt, wir mussten Finanzmittel für den ersten Import und die entstehenden Kosten einwerben) war es im Juni 2001 endlich so weit.
MOCINO Café und MOCINO Espresso wurden im Rahmen eines Benefizkonzertes für Guatemala im Markt eingeführt. Von Beginn an arbeiteten wir vertrauensvoll mit Niehoffs Kaffeerösterei in Gronau zusammen.
Unseren Partnern am Vulkan Tajumulco und am Atitlán-See konnten wir die Hoffnung geben, gemeinsam an einer besseren Zukunft für die Familien in Guatemala zu bauen.
Wir, wer war oder wer ist das?
Wir, das waren und das sind ethisch motivierte Gründer der Non-Profit-Organisation ProGua e.V., Düsseldorf.
Nun gibt es MOCINO bereits seit mehr als 25 Jahren!
In dieser Zeit ist viel geschehen: 25 Jahre faire Kaffeepreise für die kleinbäuerlichen Familien (bis zum Verkauf der Marke Mocino an die Mocino GmbH, siehe unten), Hilfe nach Hurrikans und Stürmen, finanzielle Unterstützung zum Erwerb des Landes für 84 Familien (zirka 500 Menschen) der Finca Buenos Aires im Jahr 2020, Mitfinanzierung einer neuen Schule auf der Finca Buenos Aires im Jahr 2024, Finanzierung des Kaufs eines Quellgrundes für sauberes Trinkwasser für die 84 Familien der Finca Buenos Aires im Jahr 2026, Unterstützung eines Start-ups junger Frauen am Atitlán-See (siehe Projekte).
Mehr als 25 Jahre Hoffnungen unserer Partner und Menschlichkeit
In Notfällen konnten wir unseren Partnern helfen. So unterstützten wir sie nach dem verheerenden Hurrikan Stan 2005 und auch im Jahr 2010 nach starken Regenfälle und Stürmen, welche einen großen Teil der Ernte vernichteten. Mit unserer Notfallhilfe kauften unsere Partner in Guatemala Baumaterial zur Reparatur ihrer Unterkünfte, sie kauften neue Kaffeesetzlinge sowie Medikamente und Nahrungsmittel.
Darüber hinaus unterstützten wir sie durch die Vermittlung von handwerklicher, kaufmännischer und agrarwirtschaftlicher Beratung.
Zwischenzeitlich konnte aus einem kleinen Verschlag, der als Schule diente, auch ein stabiles Schulgebäude errichtet werden. In diesem Gebäude werden nun neben den Kindern unserer Partner auch die Kinder der Arbeiter von umliegenden Kaffeeplantagen unterrichtet.

25 Jahre Guatemala-Kaffees für Gourmets durch ProGua e.V.
Mit unserer finanziellen Unterstützung begannen unsere Partner in Guatemala mit der Umstellung auf den ökologischen Anbau von Kaffee. Im Jahre 2007 wurden ihre Mühen belohnt. Seit Zertifizierung aller Partner von ProGua e.V. im Jahr 2008 waren alle MOCINO-Produkte BIO-Produkte. Am 15. November 2025 gab ProGua e.V. die Marke MOCINO nun an die neu gegründete Mocino GmbH, Köln, ab. Mocino GmbH ist eine Gründung der drei engagierten jungen Kaffee-Enthusiasten: Frederik Baumann, Julian Bruckmann und Robin Gosens.
25 Jahre ganzheitliche Bekömmlichkeit
Die verbesserte Lebenssituation unserer Partner, die verbesserten Chancen für die Kinder in Guatemala, der faire Einkauf, der biologische Anbau sowie die exzellente Qualität der Produkte waren während der 25 Jahre der Vermarktung von Kaffees aus Guatemala unter der Marke MOCINO stets unser Anspruch einer wahrhaft ganzheitlichen Bekömmlichkeit für unsere Partner in Guatemala und für die Genießer in Europa. Wir freuen uns, wenn nun seit dem 15. November 2025 unsere drei Nachfolger Frederik Baumann, Julian Bruckmann und Robin Gosens von der Mocino GmbH das Werk von ProGua e.V. zur weiteren Gestaltung der Zukunft der Marke Mocino fortsetzen.
ProGua e.V. konzentriert sich nun auf die finanzielle Unterstützung sinnvoller Projekte (siehe hierzu Projekte) unserer Partner Manos Campesinas und ADIBA. Dies ist nun die Aufgabe von ProGua e.V. und unser Beitrag für eine bessere Welt.
