Guatemala – Land und Leute

Unsere Partner vor Ort

Manos Campesinas

Wir von ProGua arbeiten seit unserer Gründung im Jahr 2000 mit Manos Campesinas zusammen. Manos Campesinas hat ihren Sitz in Quetzaltenango und ist eine Sekundärgenossenschaft zur Vermarktung und für den Export der Kaffees der angeschlossenen Primärgenossenschaften, wie zum Beispiel ADIBA aus dem Departamento San Marcos.

ADIBA

Die kleinbäuerlichen Familien von ADIBA kennen wir teilweise bereits seit 1998 persönlich. ADIBA ist eine Erzeugergenossenschaft von hochwertigen Kaffees an den Hängen des Vulkans Tajumulco im Departamento San Marcos. Seit der Gründung von ProGua e.V. im Jahr 2000 arbeiten wir mit den uns freundschaftlich verbundenen Familien zusammen. So hat ProGua finanziell die Umstellung von konventionellem Landbau auf die Bio-Produktion begleitet. ProGua half nach schweren Hurrikans. Im Jahr 2020 haben wir geholfen, dass die 84 Familien endlich das von ihnen bewohnte und bewirtschaftete Land erwerben konnten. Zudem unterstützten wir den Bau eines zweiten Schulgebäudes für die dort lebenden Kinder im Jahr 2024. Und schließlich haben wir nun im Jahr 2026 auch den Kauf eines Quellgrundes für eine sichere Trinkwasserversorgung der Familien mit USD 60.000 unterstützt.

Fakten

Guatemala Basisinformationen

108.889 qkm (Deutschland 357.578 qkm)

Geschätzt 18,96 Mio. Nach offiziellen Angaben mehr als 43 Prozent indigene Bevölkerung (Maya), überwiegend in den ländlichen Regionen lebend; ca. 1,5 % Weiße, übrige: Ladinos, kleine Minderheit karibische Garifunas. Ca. 8 Prozent der mehr als 5 Mio. landwirtschaftlichen Betriebe kontrollieren mehr als 78 % der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche,
88 % der landwirtschaftlichen Betriebe kultivieren 16 % der landwirtschaftlichen Fläche, Durchschnittsgröße 1,5 Hektar

Präsidialrepublik, Hauptstadt: Ciudad de Guatemala (zirka 2,6 Mio), im Ballungsgebiet zirka 3,6 Mio.

Kaffee; Zucker; Bananen; Baumwolle; Kardamon; Textilien

Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung der Provinz San Marcos (Projektgebiet von ICAGUA) leben in Armut. In einigen Regionen von San Marcos leben mehr als 54% der Menschen in extremer Armut. Annähernd 30 % der Kinder in der Provinz San Marcos sind chronisch mangelernährt. In der Provinz San Marcos liegen einige der ärmsten Gemeinden Guatemalas mit Armutsquoten von mehr als 90 %! Guatemala ist gemäß UNDP-Statistik eines der ärmsten Länder des amerikanischen Kontinents.

Gesetzlich umgerechnet zirka USD 15 pro Tag. In den Kaffeeregionen werden aber augenblicklich nur zirka USD 4,30 gezahlt. Frauen erhalten häufig nur USD 3,50. Kinder müssen während der Erntezeit häufig bei der Arbeit helfen. Ein Haushalt mit 5 Personen benötigt (nur für Lebensmittel) aktuell täglich mindestens USD 15, darin nicht enthalten: Ausgaben für Bildung, Transport, ärztliche Behandlung, Medikamente, Kleidung.

bei der indigenen Bevölkerung im Hochland über 15 Jahren bis zu 46% .

Spanisch, 21 Maya-Sprachen (5 Sprachstämme), Xinca, Karibisch