ProGua e.V.

ProGua ist eine Gründung von ethisch motivierten Menschen verschiedenster Motivlage, der ICAGUA – Initiative für Chancen durch AusBildung in Guatemala e.V., des Diözesanverbandes der KAB Fulda.

Das Motiv von ProGua ist es, das wirtschaftliche Gefälle zwischen uns Europäern und den ärmsten Landarbeitern der Welt auszugleichen. Der notwendige Ausgleich kann nur dadurch zustande kommen, dass ProGua e.V. sinnvolle Projekte kleinbäuerlicher Kaffeegenossenschaften in Guatemala in Form der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt.

Nachhaltigkeit

Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, dass die Zusammenarbeit mit unseren Partnern allen eine stabile und würdige Lebensgrundlage bietet, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Insofern ist der Kern gelebter Nachhaltigkeit der Gleichklang von sozialem Engagement, ökologischer Verantwortung, wirtschaftlicher Stabilität und kultureller Vielfalt.

Motiv: Gerechtigkeit

In den Jahren 2000 bis 2025 hat ProGua mit seiner Kaffeemarke MOCINO das wirtschaftliche Gefälle zwischen uns kaffeegenießenden Europäern und den kaffeeerzeugenden ärmsten Landarbeitern der Welt ausgeglichen. Durch fairen Handel mit unseren Freunden von den Maya-Kooperativen ADIBA Buenos Aires am Vulkan Tajumulco und ADENISA am Atitlánsee trug ProGua e.V. dazu bei, dass sie ein menschenwürdiges Leben führen konnten.

Der notwendige Ausgleich konnte nur dadurch zustande kommen, dass ProGua e.V. als Importeur und In-den-Verkehrbringer auf die Ausschüttung von Gewinn verzichtete. Und dadurch, dass die Konsument:innen für eine exzellente Qualität und einen überragenden Genuss auch bereit waren, einen höheren Preis zu akzeptieren. Nun hat ProGua e. V. die Kaffeemarke MOCINO in jüngere Hände gelegt. Seit dem 15. November 2025 verantworten die drei Kaffee-Enthusiasten Frederik Baumann, Julian Bruckmann und Robin Gosens mit ihrer Mocino GmbH die Vermarktung der Kaffees unter der Marke MOCINO. Zwischenzeitlich wurde die Mocino GmbH auch Mitglied bei ProGua e.V.

Progua – der Film

Regelmäßig reisen wir zu unseren Freunden und Partnern in Guatemala. Auf unserer Reise im Februar 2020 (vor Beginn der Pandemie) wurden wir von einem Filmteam begleitet. Aus dem gesammelten Filmmaterial ist ein eindrucksvoller Film entstanden, der die Arbeit von ProGua und der kleinbäuerlichen Familien dokumentiert. Der Film gewährt einen authentischen Einblick in den Alltag, die Herausforderungen und die Arbeit jener Familien, die seit vielen Jahren mit ProGua verbunden sind.

Alles begann vor mehr als 20 Jahren. Guatemaltekische Kleinbauern, die damals durch den Verfall der Rohkaffeepreise von extremer Armut bedroht waren, baten Rolf Nagel, ihre Kaffees zu fairen Preisen zu vermarkten. Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Düsseldorf wurde ein Marketingkonzept entwickelt und das erste Packungsdesign entworfen. Nach Gründung der Non-Profit-Organisation ProGua e. V. wurde im Jahr 2001 der erste Kaffee zu fairen Bedingungen importiert. Seit dieser Zeit unterstützt ProGua die Maya-Familien am Atitlán-See und an den Hängen des Vulkans Tajumulco durch die Förderung des fairen Handels mit den dort produzierten Bio-Kaffees sowie durch Hilfeleistungen nach Naturkatastrophen. Außerdem half ProGua 84 Familien der Kooperative „Buenos Aires“, das Land als Gemeinschaft zu erwerben, auf dem sie leben und arbeiten. Im Jahr 2026 hat ProGua e.V. zudem den Kauf eines Quellgrundes zur sicheren Trinkwasserversorgung der 84 Familien auf der Kooperative ADIBA „Buenos Aires“ mit USD 60.000 möglich gemacht.